Unterstützte Objekte in den Stiftungen

Im Hauptgebäude

Freitreppe zum Hauptgebäude

Die Freitreppe zum historischen Waisenhaus musste komplett ausgewechselt werden. Der Freundeskreis stellte für die neue Treppe eine größere Summe zur Verfügung. Ebenso finanzierten wir Restaurierung bzw. Neuanfertigung der beiden großen Spruchtafeln im Eingangsbereich. Die Wiederherstellung der Orgel im ehemaligen Großen Versammlungssaal, dem heutigen Freylinghausen-Saal, wurde ebenso durch Spenden des Freundeskreises ermöglicht, wie auch die Restaurierung der großen Sammlungsschränke im Kunst- und Naturalienkabinett.

Francke-Denkmal im Lindenhof

1823 schlug der damalige Bürgermeister Halles, Mellin, vor, ein Francke-Denkmal zu errichten. Im gleichen Jahr stimmte Preußenkönig Friedrich Wilhelm dem Vorschlag zu, wollte aber den Standort des Denkmals nicht auf dem öffentlichen Platz vor dem Waisenhaus haben, sondern auf dem "Hof des Waisenhauses". Mit der Fertigung des Denkmals wurde Professor Christian Daniel Rauch beauftragt, den Sockel entwarf der Geheime Oberbaurat Karl Friedrich Schinkel.
Am 5. November 1829 wurde das Denkmal mit einer Rede Hermann Agathon Niemeyers enthüllt.
1988 war die Korrosion an Teilen des Denkmals weit fortgeschritten. Es war eine gründliche Restaurierung nötig, die sich über die Zeit der Wiedervereinigung hinzog. Dann fehlten die finanziellen Mittel, um die aufwändigen Arbeiten abzuschließen.
In dieser kritischen Phase war es die Schriftstellerin Christine Brückner, die mit einer hohen Spende an den Freundeskreis die endgültige fachgerechte Erneuerung des Denkmals ermöglichte. Im März 1992 wurde das restaurierte Denkmal in Anwesenheit von Christine Brückner wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Francke-Denkmal von 1788 – Francke-Gedenkurne

Die Aufstellung des ersten Francke-Denkmals geschah anlässlich des 75. Jahrestages der Inbesitznahme des Königlichen Pädagogiums. Es hatte seinen Standort auf der Ballonwiese. Das schon lange durch Umwelteinflüsse beschädigte Denkmal wurde bei Bauarbeiten weitgehend zerstört. Da keine Baupläne oder andere das genaue Aussehen des originalen Denkmals zeigende Unterlagen vorhanden waren, mussten aufwändige Recherchen betrieben werden. Durch die Auswertung von Zeichnungen und Fotografien konnte das ursprüngliche Aussehen der Amphore rekonstruiert werden. Mit Spenden des Freundeskreises wurde dann sowohl die Neuanfertigung des Denkmals im Steinmetzbetrieb Werner Kleffel in Roßla wie auch die Gestaltung des neuen Standortes vor dem alten Realschulgebäude finanziert.
Am 17. März 1997 wurde das Denkmal der Öffentlichkeit wieder übergeben.

Niemeyer-Stele

Niemeyer-Stele

Die Niemeyer-Stele war im September 1994 anlässlich der August-Hermann-Niemeyer-Tage in Anwesenheit von über einhundert Nachfahren des verdienten Altdirektors der Stiftungen enthüllt worden. Ihren Platz fand sie damals im Garten hinter dem ehemaligen Magazingebäude. Vor Beginn der Bauarbeiten wurde sie vor den Glasverbindungsbau des Bibliotheksgebäudes gesetzt.
Im Juni 2002 wurde die Büste gestohlen. Nachdem Frau H. Niemeyer, Hamburg, eine Spendenaktion eingeleitet hatte, war es dem Freundeskreis möglich, einen neuen Bronzeabguss des in der halleschen Universität befindlichen Tieckschen Originals in Auftrag zu geben.
Zur Francke-Feier im März 2003 wurde die Büste an ihrem neuen Platz neben dem Mägdelein-Haus der Öffentlichkeit übergeben. Der mit Bäumen bepflanzte und mit Hainbuchen umsäumte Platz trägt nun den Namen August-Hermann-Niemeyer-Platz.

Wirtshausschild "Zum güldenen Adler"

Am 14. Februar 2005 übergaben wir dem Direktor der Franckeschen Stiftungen die Neuanfertigung des Wirtshausschildes "Zum güldenen Adler". Dieses Schild befand sich über der Tür zum Kunst- und Naturalienkabinett und sollte dort wieder seinen Platz finden. In den achtziger Jahren ist das originale Schild abhanden gekommen. Das neue Schild wurde von Rossen Andreev geschnitzt.

Gemälde auf dem Epitaph von H. Rachals

 Bei der Säuberung der alten Epitaphien entdeckte die hallesche Restauratorin Elke Müller auf der Innenseite der das Gemälde von H. Rachals, zweite Frau des Francke-Sohnes, abdeckenden Kupferplatte die Reste eines Gemäldes. Im Auftrag des Freundeskreises restaurierte sie in sehr mühevoller Arbeit das Bild.
Eine Signatur war nicht auffindbar, so dass uns der Name des Künstlers nicht bekannt ist, der ein ungemein eindrucksvolles Bild schuf: In einer Landschaft steht auf einem Steinblock ein Vogelkäfig, dessen Tür von einem menschlichen Gerippe, das den Tod symbolisieren könnte, geöffnet wird. Man sieht den in die Freiheit entlassenen Vogel, der wohl für die Seele des verstorbenen Menschen steht, wie er in ein den Himmel überflutendes helles Licht fliegt.

Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewalt

Zum Gedenken an die etwa 800 gefallenen Lehrer und Schüler der stiftischen Schulen in beiden Weltkriegen, an die mehr als 70 toten Soldaten, von denen die meisten erst 15 oder 16 Jahre alt waren, bei dem Bombenangriff auf die Latina am 31. 3. 1945 und an weitere Opfer von Krieg und Gewalt wurde im Jahre 2000 ein auf dem Gelände der Stiftungen vorhandener Findling auf den Platz hinter der Francke-Gedenkurne gesetzt und mit einer Metallplatte versehen, die die Inschrift trägt: Den Opfern von Krieg und Gewalt Die Franckeschen Stiftungen

Wappen am Canstein-Haus

Vor dem Bau des Canstein-Doppelhauses verlief hier eine Fahrstraße, die zugleich die Grenze zwischen den Städten Glaucha und Halle markierte. Auf beiden Seiten der Straße standen zwei Grenzsteine mit dem jeweiligen Stadtwappen.
Zur Erinnerung an diese Situation ließ der Freundeskreis auf die freien Wappenflächen über den Eingangstüren der Südseite des Canstein-Hauses von Susanne Theumer die beiden Wappen auftragen.